PB12 Gelenkteleskopbühne
- 11,5mMax. Arbeitshöhe
- 9,5mMax. Plattformhöhe
- 200kgTragfähigkeit
- 4.800kgGewicht
Eine Gelenkteleskopbühne bringt Sie dorthin, wo eine Scherenbühne nicht hinkommt: über Maschinen, Vordächer und Regale hinweg an schwer zugängliche Arbeitsstellen. Hier vergleichen Sie die elektrischen Platfon-Modelle PB12, PB16 und PB18 mit 11,5 bis 17,7 m Arbeitshöhe.
| Modell | Max. Arbeitshöhe (m) | Max. Plattformhöhe (m) | Tragfähigkeit (kg) | Gewicht (kg) | Personen |
|---|---|---|---|---|---|
| PB12 Gelenkteleskopbühne | 11,5 | 9,5 | 200 | 4.800 | 1 |
| PB16 Gelenkteleskopbühne | 16 | 14 | 230 | 7.200 | 2 |
| PB18 Gelenkteleskopbühne | 17,7 | 15,7 | 230 | 8.000 | 2 |
Bei einer Gelenkarbeitsbühne ist der Arbeitskorb über einen mehrteiligen, geknickten Ausleger mit dem Fahrgestell verbunden. Der Bediener fährt damit nicht nur senkrecht nach oben, sondern kann auch seitlich ausladen und hinter einem Hindernis wieder absenken – im Fachjargon Up-and-over.
Im Handel werden Gelenkarbeitsbühne, Gelenkteleskopbühne und Arbeitsbühne mit Gelenkarm weitgehend gleichbedeutend verwendet; gemeint ist eine selbstfahrende Bühne mit Knickausleger. Teleskopbühnen mit geradem Ausleger sowie Anhänger- oder Lkw-Arbeitsbühnen sind andere Geräteklassen und gehören nicht zum Platfon-Programm.
Platfon fertigt drei elektrische Modelle: die PB12 Gelenkteleskopbühne für eine Person sowie die PB16 und die PB18 für jeweils zwei Personen.
Liegt die Arbeitsstelle frei zugänglich über einer ebenen, tragfähigen Fläche, ist eine Scherenarbeitsbühne meist wirtschaftlicher: große Plattform, hohe Tragfähigkeit, einfache Bedienung. Sobald Maschinen, Regale, Gruben oder Böschungen im Weg sind, spielt der Gelenkausleger seine Stärke aus.
Ein Vergleich in derselben Höhenklasse: Die Scherenbühne PS-16 erreicht 15,8 m Arbeitshöhe bei 3.540 kg, die PB16 16 m bei 7.200 kg. Mehr Gewicht und Platzbedarf nimmt man für die seitliche Reichweite in Kauf.
Eine Gelenkbühne hat einen geknickten Ausleger und kann deshalb über Hindernisse hinweg arbeiten. Eine Teleskopbühne fährt einen geraden Ausleger aus und erreicht große seitliche Reichweiten, braucht dafür aber freien Raum zwischen Maschine und Arbeitsstelle. Platfon bietet im Auslegerbereich die Gelenkbühnen PB12, PB16 und PB18 sowie die Raupenarbeitsbühne PSP18 an, jedoch keine Teleskopbühnen.
Die PB12 erreicht 11,5 m Arbeitshöhe bei 9,5 m Plattformhöhe, die PB16 16 m bei 14 m und die PB18 17,7 m bei 15,7 m. Der Unterschied von rund 2 m zwischen beiden Werten entspricht der Reichhöhe des Bedieners. Für Arbeitspunkte mit seitlichem Versatz sollten Sie zusätzlich das Reichweitendiagramm des jeweiligen Modells prüfen.
Ja. Alle drei PB-Modelle sind elektrisch angetrieben und arbeiten vor Ort ohne Abgase, was sie für Hallen, Atrien und Produktionsbereiche geeignet macht. Prüfen Sie vorab die Tragfähigkeit des Bodens – die Maschinen wiegen 4.800 bis 8.000 kg –, die Durchfahrtsbreiten von 1,27 bis 1,90 m und die freie Raumhöhe im gesamten Schwenkbereich.
Nur wenn das Modell dafür ausgelegt ist und die Betriebsanleitung es zulässt. Für PB12 und PB16 ist das Fahren in voller Höhe als Ausstattungsmerkmal ausgewiesen. Auch dann gilt: nur auf ebenem, tragfähigem Untergrund, mit angepasster Geschwindigkeit, freiem Fahrweg und ohne Hindernisse im Bewegungsbereich des Auslegers. Neigungs- und Lastgrenzen laut Typenschild bleiben verbindlich.
In Auslegerbühnen ist ein Auffanggurt mit kurzem Verbindungsmittel, angeschlagen am vorgesehenen Anschlagpunkt im Korb, in aller Regel vorgeschrieben. Er verhindert, dass der Bediener bei einem Ruck oder Anstoß aus dem Korb geschleudert wird. Welche Ausrüstung im Einzelnen nötig ist, legen Betriebsanleitung und Gefährdungsbeurteilung fest; am Geländer wird nur angeschlagen, wenn der Hersteller dies ausdrücklich vorsieht.
Das hängt von der Höhenklasse ab, denn der Ausleger braucht ein ausreichendes Gegengewicht. Bei Platfon wiegt die PB12 4.800 kg, die PB16 7.200 kg und die PB18 8.000 kg. Für Transport, Verladung und Einsätze auf Decken oder Pflasterflächen sind diese Werte entscheidend; die Bodentragfähigkeit sollte im Zweifel vorab von einer Fachperson bestätigt werden.
Typisch sind Montage- und Wartungsarbeiten hinter oder über Hindernissen: Lüftungs- und Sprinklerleitungen über Produktionsanlagen, Beleuchtung über Regalen, Dachrinnen und Vordächer, Werbeanlagen und Hallentragwerke. Überall dort, wo die Maschine nicht direkt unter der Arbeitsstelle stehen kann, ist der Gelenkarm im Vorteil. Für senkrechte Arbeiten mit viel Material bleibt die Scherenbühne meist effizienter.

Die PB12 bringt eine Person auf 9,5 m Plattformhöhe und damit auf 11,5 m Arbeitshöhe. Mit 1,27 m Breite, 3,8 m Länge und 2,0 m Höhe ist sie die schmalste Maschine der Serie; der Korb misst 1,4 x 0,70 m und trägt 200 kg.
Damit eignet sie sich für Hallen und Betriebsgelände mit begrenzten Wegen und Toren. Wer häufig allein arbeitet und zwischen Bauarten abwägt, findet einen Vergleich auf der Seite zu Personenliften.
Die PB16 erreicht 16 m Arbeitshöhe bei 14 m Plattformhöhe, trägt 230 kg und ist für zwei Personen zugelassen. Mit 6,3 m Länge, 1,73 m Breite und 7.200 kg ist sie spürbar größer; der Korb bietet mit 1,43 x 0,86 m Platz für zwei Monteure samt Werkzeug.
Wie die PB12 ist sie für das Fahren in voller Höhe ausgewiesen. Das macht sie interessant für lange Arbeitsstrecken, etwa Kabeltrassen, Leuchtenreihen oder Dachrandanschlüsse an Hallen.
Mit 17,7 m Arbeitshöhe und 15,7 m Plattformhöhe ist die PB18 das Spitzenmodell der Reihe. Sie trägt 230 kg, nimmt zwei Personen auf und wiegt 8.000 kg bei Abmessungen von 6,8 x 1,90 x 2,0 m.
Die Ausstattungsliste nennt hier ausdrücklich Notablass und Neigungssicherung, dazu Fußpedal, Überlastsicherung und Bewegungsalarm. Wer dieselbe Höhe auf engem oder empfindlichem Untergrund braucht, sollte die deutlich leichtere Raupenarbeitsbühne PSP18 mit 2.460 kg vergleichen.
Das Fußpedal dient als Zustimmeinrichtung: Die Maschine bewegt sich nur, solange der Bediener es bewusst tritt. Dazu kommen die Grundregeln jeder Auslegerbühne – Gurt am Anschlagpunkt, Untergrund und Neigung vor dem Ausfahren prüfen, Windgrenzen einhalten, Abstand zu Freileitungen wahren und den Arbeitsbereich am Boden absperren.
Eine eingewiesene Person am Boden sollte den Korb im Notfall über die Bodensteuerung herunterholen können. Bediener müssen am Modell eingewiesen und vom Arbeitgeber beauftragt sein, in Deutschland schriftlich.
Gelenkbühnen haben mehr Gelenke, Bolzen, Schlauch- und Kabelführungen als eine Scherenbühne. Tägliche Sichtkontrollen vor Arbeitsbeginn und die Wartung nach Herstellerplan sind daher unverzichtbar; hinzu kommt die wiederkehrende Prüfung durch eine befähigte Person, in Deutschland in der Regel mindestens einmal jährlich.
Platfon-Maschinen sind CE-zertifiziert; Zertifikate und Kataloge stehen auf der Dokumente-Seite bereit. Lassen Sie sich mit dem Angebot die CE-Konformitätserklärung und die Betriebsanleitung vorlegen. Einen Überblick über alle Bauarten bietet unsere Seite zu Hubarbeitsbühnen.
Beschreiben Sie Arbeitshöhe, Hindernisse und Untergrund – wir empfehlen das passende PB-Modell und erstellen Ihnen ein Angebot.